Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.
(In Gedenken an Mutsch, unvergessen)
Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.
(In Gedenken an Mutsch, unvergessen)
Es wird ein neues Wahrzeichen Berlins: das Schloss. Und mit ihm seine Kuppel. Jetzt wird ernsthaft diskutiert, ob sie ein christliches Kreuz tragen wird. Ob das für den Wiederaufbau des Preußen-Schlosses angemessen sei. Was für eine komische Debatte – schließlich befand sich in dem prunkvollen Achteck darunter die alte Schlosskapelle. Bis zu 600 Menschen konnten hier dem Gottesdienst lauschen.

Aber allen Zweiflern zum Trost: Ein Nachbau der alten Schloss-Kapelle ist nicht vorgesehen. Vielmehr sollen in dem Saal künftig Wandgemälde aus buddhistischen Höhlenklöstern Zentalasiens gezeigt werden. Überhaupt: das neue Humboldt-Forum wird ein durch und durch säkulares Museum und Veranstaltungszentrum.
Kleine Randbemerkung: Das meterhohe goldene Kreuz war ursprünglich nicht vorgesehen, weil nicht im Finanzplan drin. Erst die großzügige Spende einer einzelnen Dame ermöglicht diesen Kreuznachbau.
Ist das Kunst oder kann man das auch verstehen? Viele Zuschauer blickten etwas ratlos auf die Inszenierung „Equinox“ der Fassadenkletterer von Grotest Maru, die an diesem Wochenende die Auguststraße in Berlin Mitte eroberten. Aber bizarr und schön war es allemal.

Das Projekt ist eine Koproduktion der deutschen Compagnie „Grotest Maru“ aus Berlin und der ägyptisches Alternativen Theatergruppe I-Act aus Alexandrien. Deren erklärtes Ziel ist es, mit ihrer Performance zum Nachdenken anzuregen und den urbanen Raum zurückzuerobern. Das zumindest ist Ihnen in Mitte gelungen.

Etwa 50 Menschen verfolgten das ungewöhnliche Spektakel im Scheunenviertel, auch wenn einige ratlos zurückblieben. Aber allein der Tanz auf der Fassade war es wert, kurz innezuhalten. Und vielleicht erhaschte jemand auch einen Tropfen Zeit.
Über Rechtschreibung kann man ja heutzutage streiten. Aber das Denkmal im Volkspark Friedrichshain zeigt eben nicht einfach nur verherrlichend Friedrich II., der auch den Beinamen DER Große trug. Nein, es ist vielmehr von den Bürgern der Stadt „als ein Zeichen des Dankes“ ausdrücklich Friedrich DEM Großen gewidmet worden.

Übrigens verrät ein kleiner Blick auf die Rückseite der Büste, dass es mit dem Erinnern sowie dem Dank an den Preußenkönig nicht immer ganz so einfach war. Dort ist nämlich klein die Datumsangabe „Nov 1999“ eingeritzt. Denn die von Christian Daniel Rauch entworfene Büste verschwand 1952 spurlos. Ebenso der Denkmalsockel, der erst Jahre nach der Wende vom Grünflächenamt wiedergefunden wurde.
Wie bitte? Keine Panik?? Der Mann heißt Udo Lindenberg und ist am 15. Mai immerhin schon 71 geworden. Jener Lindenberg, der in seinen wildesten Jahren schon mal zwei Flaschen Whisky pro Tag gekippt hat. Und dann tief in der Versenkung verschwand. Aber jetzt zeigt er es allen wieder: Sein neues Album „Stärker als die Zeit“ ist das wohl Stärkste seiner ungewöhnlichen Karriere. Und das Konzert in der Berliner Waldbühne auch!

Das ganze Stadion steht, als die ersten Noten des Liedes „Stärker als die Zeit“ erklingt – es ist die Titelmelodie des TV-Klassikers „Der Pate“ von Francis Ford Coppola. Erstmals haben seine Erben jemanden das Recht eingeräumt, das Lied mit einem Text zu versehen. Und das nutzt der Deutsch-Rocker für eine Hymne auf Familie, Clan und Blut. Geht unter die Haut!

Immer wieder schlägt die Stimmung in der Waldbühne hohe Wogen, fast alle Lieder können die Fans mitsingen. Und zuweilen gleichen die Ränge einem Lichtermeer, wenn tausende Taschenlampen Lindenberg entgegen funkeln. Eben doch: eine Familie.

Es ist die besondere Mischung, die diesen Abend in der Nähe des Olympiastadions unvergesslich macht: ausgezeichnete Musik bei bestem Wetter mit einem bewegten Publikum in der einzigartigen Kulisse der Waldbühne Berlin. Dann sagen wir mal zum Schluss: Hallo, Hallöchen, Hallo! Und: Danke, Udo!
Nostalgie ist die Vision der Konservativen.
Am Donnerstag hat der Bundestag den Weg für den Bau des Einheitsdenkmals vor dem Berliner Schloss freigemacht. Gegner laufen Sturm gegen diese „Einheitswippe“ und möchten lieber die preußischen Kolonnaden wiederhaben.
Das ist die Gesamt-Zahl der Eingaben, die im vergangenen Jahr den Bundestag erreichten. Bei 254 Wochentagen macht das umgerechnet 44 Zuschriften pro Tag! Und jede dritte kommt mittlerweile elektronisch an. Das geht. Denn gut zwei Millionen Menschen haben sich bereits auf der Internetseite des Petitionsausschusses registrieren lassen. Sie ist damit das erfolgreichste Online-Angebot des deutschen Parlaments.

Übrigens: Am beschwerdefreudigsten sind Berliner und Brandenburger, während die Länder Bremen und Baden-Württemberg auf den letzten Plätzen der gesamtdeutschen „Maul-Skala“ liegen.
Vegan ist die Zukunft. Heißt es. Aber nicht in Mitte! Jahrelang hat ein kleiner Laden im Berliner Regierungsviertel gekämpft – und jetzt verloren. In nur wenigen Tagen fand sich ein potenter Nachmieter. Ein BURGER-Laden! Was zeigt uns das? Fleischklopse gehen immer.

Übrigens: Das Wort „vegan“ kommt aus dem Englischen und ist eine Abkürzung des allseits bekannten Begriffes „vegetarian“ – hier also die Kombination aus der ersten Silbe (VEG) und letzten Silbe (AN). Dies soll sagen, dass die vegetarische Haltung konsequent zu Ende gedacht und gelebt wird.
Es gibt sie, die Macht des Faktischen. Immer wieder attackiert die AfD die Medien als gemeine Lügenpresse. Und am Tag nach der Schleswig-Holstein-Wahl kommt dann doch die versammelte Parteispitze ins Haus der Bundespressekonferenz, um ihre 5,x Prozent zu feiern.

Pikant: Im Foyer der BPK hatte sich auch die Spitze der Linken versammelt, die nach der AfD mit ihrer Pressekonferenz an der Reihe war, die aber lieber an der Kaffeebar sitzen blieb. Hätte nur ein Foto von Linken-Parteichef Riexinger mit AfD-Vize Gauland gegeben. Und das wäre gar nicht gut gekommen…
Journalismus hat immer auch etwas Verspieltes. Eine gute Zeitung ist deswegen halb Waffe, halb Waffel.