Klartext: Bode-Museum hisst ukrainische Flagge

Das 1904 eröffnete Bode-Museum auf der Museumsinsel gilt als eines der Wahrzeichens Berlins. Rund 250.000 Besucher zählt das Haus pro Jahr. Und lockt mit Ausstellungen, die immer einen interessanten Titel tragen. Aktuell ist es „Klartext“.

Seit einer Woche herrscht wieder Krieg in Europa. Was vielen als unvorstellbar galt, ist eingetreten. Russland ist in die Ukraine einmarschiert. Aus Solidarität hisst das Museum die ukrainische Nationalflagge.


Mit „Klartext“ hat das Bode-Museum erstmals sich selbst eine Ausstellung gewidmet. Was viele nicht wissen: Mit diesem Museumsneubau sollte der sogenannte 99-Tage-Kaiser Friedrich III. (1831 – 1888) geehrt werden. In Auftrag gegeben hatte den Bau dessen Sohn Kaiser Wilhelm II. Grundsteinlegung war 1898, sechs Jahre später wurde das Haus eröffnet.

Lange stand am Museumseingang ein Reiterstandbild Friedrich III., dem Namensgeber des Museums. Aber das wurde 1950 zu DDR-Zeiten abgerissen und eingeschmolzen. Nun schmückt eine eigenwillige Skulptur den leeren Denkmalsplatz.

 

Nichts sollte mehr an die Hohenzollern erinnern. Und so heisst das „Kaiser-Friedrich-Museum“  ein Jahr nach DDR-Gründung schlicht „Museum am Kupfergraben“. 1956 erhält es dann aus der Hand des damaligen DDR-Kulturministers Johannis R. Becher seinen heutigen Namen.

andre
Es muss nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und fantastisch anzuschauen. Einfach die schönste Stadt im Erdenkreis.

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