Sag beim Abschied leise Servus

Medien sterben langsam. Und manchmal fällt es nicht auf, weil Symbole bleiben. Genau das macht der Berliner Verlag gerade durch. Im Februar haben die letzten Redakteure das stolze Gebäude am Alexanderplatz verlassen.

Das markante Haus am Alex soll bleiben, weil das Ensemble unter Denkmalschutz steht. Das betrifft auch den kleinen „Sputnik“ links oben mit dem Verlagsschriftzug.

Es ist bedauerlich: Erst wird die Berliner Zeitung – ein Qualitätsblatt, das mal die Washington Post der deutschen Hauptstadt werden wollte – mit dem Boulevardblatt Berliner Kurier zusammengelegt. Schon das ein Tabu-Bruch. Dann verlässt die Redaktion das seit Jahrzehnten angestammte Gebäude. Und schließlich wird angekündigt, dass zahlreiche Redakteure gehen werden. Ein Niedergang auf Raten. Schade.

andre
Überzeugter Berliner mit einem ausgeprägtem Hang zum Schreiben über diese Stadt, meinen Kiez und den Erdenkreis. Es muss ja nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und fantastisch anzuschauen. Einfach die schönste Stadt...

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