Politisch korrekt: Bundespresseball ist klimaneutral

Der rote Teppich ist wieder ausgerollt: Rund 2.300 Gäste kamen zum 69. Bundespresseball nach Berlin. Der Weg ins Edel-Hotel Adlon war aber nicht einfach nur ein schöner Teppich, sondern er bestand aus recyceltem Meeresmüll wie Plastik und Fischernetze.

Adlon Bundespresseball
Die Schlangen am Eingang zum Adlon hatten einen Grund: Jeder Gast wurde am Eingang fotografiert – dafür gab es leider keine Ballzeitung mehr. Sie war in den vergangenen Jahren vor allem wegen der Gästeliste spannend. Und wegen der Tipps zu Essen und Trinken.

 

Rund 100 Starköche versüßten den Abend – mit 4.000 Austern und einem dicht bedrängten Sushi-Buffet. Und um Mitternacht wurden wieder 1.500 Portionen Berliner Currywurst serviert.

Champagner im Überfluss
Überall im Adlon lockte etwas zu essen, und Tausende Flaschen Champagner warteten auf durstige Kehlen. Aber um 4:30 Uhr war die letzte Flasche Pomery geleert. Danach mussten die Ballgäste auf Sekt und Selters umsteigen.

 

Weit nach Mitternacht hatte sich der große Ballsaal geleert, wo die Bigband der Bundeswehr aufspielte. Zuvor hatte noch ein polnische Journalist den Preis der Bundespressekonferenz bekommen. Mit der Bemerkung, er habe doch nur seinen Job gemacht: neutral und sachlich zu berichten. Aber das ist in Polen heute eher selten.

Mercedes sponsort
In der zweiten Etage zog die Mercedes-Lounge in den frühen Morgenstunden alle Tanzbegeisterte an. Und mit den Sängern auf Tuchfühlung ging es gleich doppelt so gut mit dem Song „Ein Hoch auf uns….“

 

Derweil hatten vor den Türen den ganzen Tag über die Klima-Aktivisten bei „Fridays for Future“ demonstriert. Der eindringliche Ruf kam offensichtlich an. So spendete die Bundespressekonferenz in diesem Jahr die Gage für die richtig gute Bigband für mehrere Klimaschutzprojekte in Indien und Peru.

Tanzen mit Steinmeier
Jedes Jahr wird der Bundespresseball traditionell vom Bundespräsidenten eröffnet. Mit dessen Frau tanzt derweil der Vorsitzende der Bundespressekonferenz – seit Jahren ist das Gregor Mayntz, Berliner Korrespondent der Rheinischen Post. Blitzlichtgewitter ist garantiert.

 

Übrigens: Unter den Gästen waren nicht nur Steinmeier und Ex-Kanzler Gerhard Schröder, sondern auch Schauspieler wie Henry Hübchen oder Andrea Sawatzky. Und mit Herbert Köfer, 98, kam kurz auch der älteste aktive Schauspieler der Welt.

andre
Überzeugter Berliner mit einem ausgeprägtem Hang zum Schreiben über diese Stadt, meinen Kiez und den Erdenkreis. Es muss ja nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und fantastisch anzuschauen. Einfach die schönste Stadt...

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