Max Beckmann in Berlin

„Etwas Rauschendes Üppiges wie Seide, die man auseinanderblättert und wildes grausames prachtvolles Leben“ – das suchte der Maler Max Beckmann in den 20er-Jahren der vergangenen Jahrhunderts in der Hauptstadt, die ihm in der Berlinischen Galerie jetzt eine eigene Ausstellung widmet. Der war übrigens, so wird es uns erzählt, ein „Vermarktungsgenie“. Die Werke seiner Rivalen machte er gern verächtlich mit den Worten wie „Gauguin-Tapete“, „Picasso-Schachbrettchen“ oder „sibirisch-bajuvarische Marterlnplakate“ (Wassily Kandinsky).

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Übrigens: Schon das 2004 als Landesmuseum für Moderne Kunst eröffnete Gebäude ist allein sehenswert. Gleich vor der alten Glasfabrik steht die Skulptur „Dreiheit“. Diese Stahlrohrbündel aus Chrom-Nickel-Stahl sind das Markenzeichen des Künstlerehepaares Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff. Bekannt ist wohl die Skulptur „Berlin“ am Tauentzien.

Zahl der Woche: 287

Der Berliner Funkturm bei Nacht
Der Berliner Funkturm bei Nacht – 287 Stufen sind es genau bis zum Restaurant, die normalerweise nicht betreten werden dürfen. Beim LAG-Empfang am 4. Februar gab es eine (ungewollte) Ausnahme: der Fahrstuhl war kaputt und so konnten die Teilnehmer auf dem luftigen Weg einen einzigartigen Ausblick genießen. Bis ganz nach oben zur Plattform sind es übrigens 647 Stufen. Da sollte man schon schwindelfrei sein…

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Ziegenpreis versus Benzinpreis

Ziege Die Fruit Logistica macht Berlin wieder zur internationalen Hauptstadt der Fruchthandelsbranche. Aber was hat die Früchte-Messe mit Benzinpreisen zu tun? Auf den ersten Blick eigentlich nichts- außer bei den Transportkosten. Doch die BayWa als Europas größter Agrarhändler verweist anlässlich der Messe auf eine einzigartige Facette: die Ziegenpreis-App. Das ist eine mobile Anwendung für Kleinbauern in Sambia, die oft noch im lokalen Markt verhaftet sind, aber schon das Mobiltelefon nutzen.  Und dafür ist eine spezielle App entwickelt worden, die jeden Kleinbauern auf dem Weg zum Markt mit den aktuellsten Preisen versorgt. Markttransparenz made in Schwarzafrika… Und wie lange haben wir hier für eine Benzinpreis-App gebraucht??

Tanz auf dem Vulkan

Berlin und die „Goldenen Zwanziger“ – eine sehr sehenswerte Ausstellung im Ephraim-Palais. Am 31. Januar geht sie zu Ende, also letzte Chance. So ziert eine Schlange mit ständig mehr als 100 Interessierten am Wochenende die Vorderfront. Wie immer auf den letzten Drücker. Das scheint  für Berliner Ausstellungen aber typisch zu sein.

Wer die Ausstellung „Tanz auf dem Vulkan“ sehen will, muss Geduld mitbringen. Aber zum Glück heißt es so schön: Abwarten und Tee trinken! Denn ein heißes Getränk hält die Laune während der gut einstündigen Wartezeit aufrecht. Dann gibt es die begehrten Karten.

Gleich der erste Raum begrüßt die Besucher ein Plakat aus den 1920er-Jahren: ein Paar tanzt auf einer Bombe, auf der „Anarchie“ steht. „Ach, wie wunderbar schön ist dieser Tanz“, sagt der eine. Darauf der andere: „Ja, bloß der Boden ist ein bisschen heiß.“ Nomen est Omen?

Die Figuren auf dem Reichstag

IMG_2873 Wusstest Ihr schon, dass der Reichstag an den Ecktürmen allegorische Figuren hat? Jeweils vier Stück?? Ein Blick auf die von Friedrich Schierholz und Christian Behrens (Nordostturm), Sirius Ederle und Gustav Eberlein ( (Nordwestturm), Robert Diez und Otto Lesung (Südwestturm) und schließlich noch Hermann Voll und Rudolf Maison (Südostturm) sind allemal reizvoll. Dieser Turm hier zeigt „Erziehung“, „Unterricht“, Kunst“ und Literatur“. Ausgerechnet unter der Europa-Flagge befinden sich übrigens die Figuren „Wehrkraft zu Lande“ und „Wehrkraft zur See“…