Zwischen Trost und Frieden

Im Verborgenen lauern Stolpersteine – manche davon sind lebensgroß. Einer davon ist die „Trostfrau“, die vom Korea-Verbandes auf dem Unionplatz in Moabit aufgestellt wurde. Die Figur soll an jene rund 200.000 junge Frauen und Mädchen erinnern, die vom japanischen Militär währen des Zweitem Weltkriegs als Zwangsprostituierte verschleppt wurden.

Ende September 2020 wurde die „Friedensstatue“ mit der Frau in koreanischer Tracht aufgestellt. Wenig später intervenierte die japanische Regierung. Und das Bezirksamt Mitte wollte die Figur bis zum 14. Oktober beseitigen lassen. Aber der öffentliche Aufschrei war zu groß. Die Bezirksverordneten stimmten dagegen.

 

Die Statue, die erstmals 2011 vor der japanischen Botschaft in Seoul aufgestellt wurde, soll die Forderung nach Wiedergutmachung für diese koreanischen Opfer von Zwangsprostitution unterstreichen. Mittlerweile gilt die Skulptur aber generell als Symbol des Kampfes gegen Kriegsverbrechen an Mädchen und Frauen.

Übrigens gibt es in Deutschland drei solcher Statuen, die „Berlinerin“ ist jedoch die erste auf öffentlichem Grund.

 

andre
Es muss nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und fantastisch anzuschauen. Einfach die schönste Stadt im Erdenkreis.

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