Lila LaLa-Land

Es ist eine Einstellung, die Filmgeschichte schreiben wird: der Beginn von LaLa-Land. Über mehrere Minuten tanzen die Schauspieler – ohne einen einzigen Schnitt! – über den staugeplagten Highway Richtung Downtown Los Angeles. Abgekürzt auch L.A. genannt – woher der Film übrigens seinen Titel hat.

Wenn der spät abends dann noch in Lila getauchte Himmel mit dem auf der Leinwand verschmilzt, dann ist das ein unbeschreibliches Erlebnis. Und ein Sonnenuntergang in L.A. auf Zelluloid kombiniert mit einem realen in Berlin… Was kann schöner sein?

Schöner ist fast noch die Musik. Ein Ohrwurm, und noch einer… Auch wenn die Stimmen nicht unbedingt Oscar-reif sind. Aber Ryan Gosling und Emma Stone haben zumindest gesanglich auf Doubles verzichtet. Chapeau!

Nein, das Musical-Genre hat Regisseur Damien Chazelle sicherlich nicht neu erfunden. Doch ist ihm ein eleganter Mix mit Anklängen an Ginger Rogers und Fred Astaire genauso wie an Hollywoodfilme etwa Singin in the Rain oder alte Bergmann-Streifen gelungen. Also die sechs Oscars sind durchaus verdient.

Erwähnt werden sollte unbedingt noch das Griffith Observatorium – allen James-Bond-Fans sicherlich ein Begriff. In diesem Gebäude, einer Mischung aus Art Deco und Ägyptischen Stil, hängt ein 100 Kilo schweres Foucaultsches Pendel. Es ist fast vier mal so schwer wie das Pendel im Pantheon in Paris. Oscarreif!

Und noch ein Oscar geht an das Freiluftkino im Friedrichshain. Weil die Besucherschlange kein Ende nehmen wollte, wurde der Beginn des Films so lange herausgeschoben, bis auch der letzte in der fantastischen Kulisse drin war. Danke.

andre
Überzeugter Berliner mit einem ausgeprägtem Hang zum Schreiben über diese Stadt, meinen Kiez und den Erdenkreis. Es muss ja nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und fantastisch anzuschauen. Einfach die schönste Stadt...

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