Die Situation ist ernst und sie ist offen

Die Lage ist offensichtlich ernst. Denn zum ersten Mal in ihren 15 Amtsjahren als Bundeskanzlerin tritt Angela Merkel zu einem aktuellen Thema vor die Kamera: Es ist die Zeit des Coronavirus. Sie bezeichnet in ihrer Ansprache die Situation als „ernst und offen“. Mehr als zehn Prozent mehr Infizierte an nur einem Tag.

Das nennt sich Führung: Wenn es wirklich ernst wird, ab in die erste Reihe. Und Merkel macht es gut: ruhig, besonnen, überzeugend. Mehr als 25 Millionen Menschen sehen ihre Fernsehansprache.

 

Noch verzichtet Deutschland auf eine Ausgangssperre, noch. Aber die Zahlen sind alarmierend. Bereits über 10.000 Infizierte, mit 1,5 Millionen wird mittlerweile gerechnet. Da prüft das Land Berlin unterdessen, auf dem Messegelände ein Notkrankenhaus für rund 1.000 Patienten zu errichten.

Immer wieder ist in den Sozialen Medien von Hamsterkäufen zu reden. Aber wenn man das erste Mal selbst die leeren Regale sieht…. Da stellt sich schon die Frage: Was wollen die Leute mit all dem Toilettenpapier?

 

Merkel findet selbst zu den Hamsterkäufen den richtigen Ton. Und dankt zugleich nicht nur den Ärzten und Pflegern in den Krankenhäusern, sondern all jenen, die das tagtägliche Leben mit organisieren „und den Laden am Laufen halten“.

„Es kommt ohne Ausnahme auf jeden einzelnen und damit auf uns alle an.“ So lautet der Schluss der knapp 13-minütigen Ansprache der Kanzlerin.

Respekt vor dieser Art politischer Führung.

andre
Überzeugter Berliner mit einem ausgeprägtem Hang zum Schreiben über diese Stadt, meinen Kiez und den Erdenkreis. Es muss ja nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und fantastisch anzuschauen. Einfach die schönste Stadt...

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