Auf der Suche nach der Schwampel

Das Wort klingt nicht nett: Schwampel. Aber es ist nichts anderes als die Worte „schwarze Ampel“ zusammengezogen. Dahinter verbirgt sich jedoch die Beschreibung eines politischen Versuchs, in einer Regierung Parteien zu vereinen, die zumindest im Wahlkampf unvereinbar schienen. Daher auch der krampfhafte Versuch von CDU/CSU, FDP und Grünen, lieber von Jamaika zu reden. Klingt netter.

Drei Wochen nach der Bundestagswahl mit dem überraschenden Endergebnis starten am Montag in Berlin die Sondierungsgespräche. Im Haus der Bundespressekonferenz versuchen die Beteiligten zu erklären, warum ihr Wahlkampfgetöse nur noch ein „Geschwätz von gestern“ sein soll.

Kein einziger Beobachter rechnet damit, dass noch vor Weihnachten eine neue Regierung steht, sind doch allein für die Sondierungen wochenlange Gespräche angesetzt. Erst danach kommen die Koalitionsverhandlungen. Und dann müssen deren Ergebnisse noch von Parteitagen bestätigt werden. Super!

So ist momentan nur eines klar: Angela Merkel war, ist und bleibt Bundeskanzlerin. Zugleich muss die SPD jetzt über Monate hinweg den Spagat hinbekommen, in der schwarz-roten Regierung weiter Politik zu gestalten und zugleich im neuen Bundestag als Opposition die (eigene) Regierungsarbeit harsch zu kritisieren.

Irrsinn? Mitnichten!

andre
Überzeugter Berliner mit einem ausgeprägtem Hang zum Schreiben über diese Stadt, meinen Kiez und den Erdenkreis. Es muss ja nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und fantastisch anzuschauen. Einfach die schönste Stadt...

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