Märchen im Mombi

Gleich zwei mal steht Grimm im Mombijou-Park: und noch dazu in Holz. Einmal als Wilhelm-Hütte und zum anderen gleich daneben als Jakob-Hütte. In diesen alten polnischen Holzhütten werden in der Winterzeit Märchen der Gebrüder Grimm gezeigt – im Original für die Kinder ab vier Jahren oder auch als Gruselversion für Erwachsene.

Heute stehen die beiden Holzhütten aus dem 19. Jahrhundert auf einem ehemaligen Bunker am Rande des Parks. Im Sommer sind sie vom Mombijou-Theater verdeckt, das im Stile das alten Shakespeare-Teater jedes Jahr im Frühling aufs Neue aufgebaut und im Herbst wieder abgebaut wird.

 

Gespielt werden in der Regel zwei Märchen mit eine Pause zwischendrin. Natürlich muss auch das Publikum mitmachen. Das lässt sich an diesem nass-kalten Winterabend in der alten, nur durch einen Ofen geheizten Hütte aber gern dazu animieren. Das wärmt. Doppelt.

Der gestiefelte Kater ist ein Klassiker. Mit Freude verfolgen die rund 100 Besucher die List des alten Katers, seinen Herrn zu einem Grafen Barnabas zu machen – und spielen in dem Heldenstück auch lautstark mit.

 

Übrigens: Das Fundament der Hütten stammt aus den 1940er Jahren aus dem Führersofortprogramm Bunkerbau. Hier war zu Kriegsende der Kreisssaal der Charité untergebracht.

andre
Gebürtiger und überzeugter Berliner - als Journalist mit einem ausgeprägtem Hang zum Schreiben über diese Stadt, meinen Kiez und den Erdenkreis. Denn es muss ja nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und unheimlich bunt anzuschauen. Kurzum: für mich ist es einfach die schönste Stadt...

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