Juli/August 2020: Beton, Beton, Beton

1. Juli 2020: Die sommerliche Hitze der vergangenen Tage hat etwas nachgelassen, aber Berlin hat gezeigt, dass es auch warm werden kann. Und darauf stellen sich offenbar auch die Tacheles-Planer ein. In der Mitte des Baufeldes 3 ist ein Betonring zu sehen, der vielleicht mal ein Springbrunnen wird. Das wäre doch schön, oder?

Mittlerweile ist das Containerdorf bezogen, das im Vordergrund zu sehen ist. Und die Bauarbeiten in den Tiefgeschossen nähern sich auch in den letzten Baufeldern dem Ende. Es geht aufwärts!

 

2. Juli 2020: Was ist denn das? Kurz nach 19:00 Uhr turnt jemand im Kran Nummer 7 herum. Seit einer Stunde ist doch schon Feierabend auf der Baustelle. Irgendwas macht er da. Aber was?

Der Mann trägt zum Glück eine Weste mit der Aufschrift www.safe-bremen.de, das ist eine Sicherheitsfirma. Die kümmert sich um Alarmanlagen und Videoüberwachung. Alles also im grünen Bereich.

 

6. Juli 2020: Die ersten Treppen für die Häuser sind da. Mal sehen, wo diese Spezialanfertigungen eingebaut werden. Denn „normale“ Treppen sind es nicht, sie machen einen Knick und sehen mehr nach Kellertreppe aus.

Gleich neben den Treppen liegen übrigens auch zwei Paletten Ziegelsteine. Diese sind normalerweise für Zwischenwände vorgesehen. Wir sind gespannt.

 

9. Juli 2020: Bürokratie hat den Hang, sich permanent auszudehnen. Und so gibt es ein paar Container mehr auf der Baustelle am Tacheles. Konkret erhält das Containerdorf gerade eine dritte Etage.

Parallel dazu ist auch der Zugang von der Johannisstraße aus mit einem Überdachten Laufgang ausgestattet worden. Links oben im Bild ist das sehr gut zu sehen.

 

11. Juli 2020: Auch heute wird wie an jedem Samstag gearbeitet. Punkt sieben geht der Lärm auf der Baustelle los. Aber so kommen die Arbeiten gut voran – bis 2023 soll ja das ganze Areal fertig sein.

Im Baufeld 3, dem Innenareal, sind die ersten Säulen für das neue Erdgeschoss erkennbar. Dabei werden sie nicht nur vor Ort gegossen, wie an den beiden eingewickelten Rundsäule zu sehen ist.

 

15. Juli 2020: Nun beginnen die Hochbauarbeiten auch im Baufeld 5 gleich an der Johannisstraße. Die erste Verschalung steht. Hier soll ein Hotel mit Kongresszentrum entstehen.

Im Vordergrund ist das fertige Untergeschoss der Johannisstraße 11 zu sehen. Das wird einmal ein Wohnhaus. Aber nur Eigentumswohnungen sind hier geplant.

 

20. Juli 2020: Nun sind fast alle Bereiche der Tacheles-Baugrube „versiegelt“. Als eine der letzten Flächen wurde heute der Boden für das Gebäude in der Mitte des Areals gegossen.

Geplant ist hier am zentralen Platz des Areals ein sechsstöckiges Loftgebäude mit überhohen Decken und stützenfreien Räumen. Jede Etage soll maximal drei Stadtwohnungen haben.

 

22. Juli 2020: Die Tiefbauarbeiten auf dem Tacheles-Areas nähern sich dem Ende. Lediglich an der Oranienburger Straße ist noch ein kleines Stück Untergeschoss frei. An dieser Stelle wurde vor ein paar Monaten erst der letzte Sand aus der Grube geholt.

Hier entsteht an der Oranienburger Straße gleich neben dem Generator-Hostel eine Ein- und Ausfahrt für das künftige Hotel. Es soll auch über ein Kongresszentrum verfügen. Und Parkplätze sind rar in der Straße.

 

25. Juli 2020: Jetzt geht es an der Friedrichstraßenpassage an die letzte Etage. Insgesamt acht Etagen soll der Eingang zur neuen Passage hoch werden. Er soll entfernt an ein Tor erinnern.

Auf dem Querriegel sind die Bauarbeiten für die letzte Etage gestartet. Erste Pfeiler werden gegossen und auch die ersten Wandelemente.

 

27. Juli 2020: Es hat am Wochenende heftig geregnet und so sieht es zu Wochenbeginn so aus, als hätte sich ein kleiner See gebildet. Aber in ein paar Stunden wird alles getrocknet sein.

Gut, dass in den vergangenen Tagen die Baustelle weitgehend aufgeräumt wurde. Und der Armierungsstahl, der für die abschließenden Tiefbauarbeiten notwendig war, ist ja weitgehend aufgebraucht.

 

28. Juli 2020: Bestes Wetter zum Bauen. Und so kommen am Zwischenriegel im Zentrum des Tacheles-Areals die Arbeiten gut voran. Die ersten Wände der ersten Etage des neuen Hauses sind gesetzt.

Dieser Block wird den neuen Stadtplatz begrenzen. Im Erdgeschoss sollen Einzelhandelsgeschäfte einziehen. Oben soll es großzügig geschnittene Atelierwohnungen geben.

 

3. August 2020: Huch. Noch mehr Container? Was soll das den ? 20 neue Baucontainer haben ihren Platz auf dem Tacheles-Areal gefunden.

Nein, das ist offenbar keine Erweiterung der Bauleitung. Vielmehr dürfte hier das Materiallager entstehen. Denn langsam geht es in einigen Gebäuden ja schon an den Innenausbau.

 

11. August 2020: Es ist Sommerzeit – mit tropischen Temperaturen. Und so beginnen die Arbeiten statt um sieben schon kurz nach sechs Uhr. Die Nachbarn sind nicht begeistert.

Manchmal sind es nur ein paar Betonmischer pro Tag. Aber in Hochzeiten kommen bis zu 40 LKW mit ihrer Ladung. Wie es heißt, soll es mehr Beton werden, als Sand aus der Grube herausgeschafft wurde. Und das waren mehr als 200.000 Kubikmeter.


17. August 2020:
Auch optisch geht es voran. Der Neubau an der Oranienburger Straße hat nicht nur ein Gerüst bekommen, sondern auch ein etwa 10 mal 5 Meter großes Werbeplakat. So soll es einmal aussehen.

Das Gebäude rechts auf dem Plakat – das Flat Iron Building – wird aber nach bisherigem Stand das letzte sein, das fertiggestellt wird. Das soll 2023 soweit sein.

 

18. August 2020: Die Johannisstraße ist abgesperrt und ein mobiler Kran ist dabei, eine schwere, blaue Last zu heben. Wenig später steht das Ergebnis auf der Baustelle: ein blauer Pool.

Ausgerechnet heute ist der Sommer mit Temperaturen von mehr als 30 Grad vorbei. Da wäre so eine riesige Badewanne sicherlich gut gekommen. Statt dessen nieselt es, und ab und zu kommt auch eine Husche runter.

 

20. August 2020: Nun geht es auch beim neuen Hotel / Kongresszentrums aufwärts. Die ersten Wände werden hochgezogen und auch die Säulen des neuen SPA werden gegossen.

Das soll einmal der neue SPA-Bereich werden. Laut Eigenwerbung das Tacheles-Vermarkters dürfen ihn auch die Bewohner des angrenzenden Nobel-Wohnhauses Vert nutzen können.

 

24. August 2020: Auch das letzte Stück Keller ist geschafft. Genau neben dem Generator-Hostel in der Oranienburger Straße ist jetzt die Zufahrt und Ausfahrt aus der künftigen Tiefgarage fertiggestellt worden. Nun geht es auf der gesamten Baustelle nur noch aufwärts ab Level 1.

Noch kann man über die Baustelle bis zur Johannisstraße durchblicken. Im Hintergrund ist sehr schön die „Keksdose“ zu sehen, die Architekturliebhabern als Schmuckstück gilt. Bisher war das Gebäude hier ein Fremdkörper.

 

25. August 2020: Und wieder kommt Sand in die Grube. Direkt auf dem künftigen Stadtplatz wird Sand angekarrt und verteilt. Hier soll mal eine schöne Grünfläche entstehen.

Schön wäre es, wenn als Nächstes ein paar Bäume und Sträucher kämen. Denn beim anderen Platz an der Johannisstraße hat man den vor einigen Wochen aufgeschütteten Sand erst mal wieder für eine Zufahrt asphaltiert.

 

28. August 2020: So, jetzt geht der Hochbau auch in der Johannisstraße voran. Direkt neben dem einzigen Wohnhaus in dieser Straße wird die erste Wand der neuen Wohnblöcke hochgezogen.

Der Blick geht vom Innenhof der Johannisstraße 12 auf die Baustelle, wo gespiegelt ebenfalls ein Innenhof entstehen soll. Der Bauarbeiter setzt gerade ein künftiges Fenster dahin.

 

31. August 2020: Vor zwölf Tagen wurde der große blaue Kasten geliefert, jetzt ist es offensichtlich, was es werden soll. Es ist der künftige Pool für den SPA-Bereich. Denn heute sind die Experten in der Baugrube.

Über die Zeichnung beugen sich Mitarbeiter der Firma Kühne Pool & Wellness. Das sind die Schwimmbeckenbauer aus Schöneiche bei Berlin. Mal sehen, wann sie fertig sind.