Das Krollsche Etablissement

„Warste nich im Kroll, denn warste nich in Berlin!“ So hieß es über 100 Jahre bis 1951. Dann wurde der Amüsiertempel gesprengt. Mit einem ausgezeichneten Programm erinnert das kleine Theater im Palais  an die Berliner Institution, die einst König Friedrich Wilhelm IV. von Breslau an die Spree holte. Erbaut wurde es von Stararchitekten wie  Ludwig Persius, Carl Ferdinand Langhans und Eduard Knoblauch in Form eines kleinen Schlosses und stand etwa da, wo heute in der Nähe des Kanzleramtes das Tipi ist.

Es war die 120.000 Ruinensprengung nach dem Krieg. Ein Jahr später fiel das Schloss.
Es war die 120.000 Ruinensprengung nach dem Krieg. Der Sprengmeister bekam Freibier. Ein Jahr später fiel das Schloss.

Übrigens: Ursprünglich sollte der Reichstag in die Kroll-Oper ziehen. Das lehnten die Abgeordneten aber strikt ab – und bekamen dafür den Bellot-Bau mit seiner markanten Kuppel. Der Kaiser war nicht amüsiert und nannte es nur das „Reichsaffenhaus“.

andre
Überzeugter Berliner mit einem ausgeprägtem Hang zum Schreiben über diese Stadt, meinen Kiez und den Erdenkreis. Es muss ja nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und fantastisch anzuschauen. Einfach die schönste Stadt...

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