Die Schloss-Kuppel ist geschafft

Kupfern glänzt es in Berlins Mitte: Die Schloss-Kuppel hat ihr neues Kleid erhalten und erstrahlt im blauen Himmel, der sich seit Tagen über Berlin wölbt. Es zeigt, dass der Wiederaufbau des alten Stadtschlosses bald fertig ist. Es fehlt nur noch die sogenannte Laterne, die später bis zu 65 Meter über dem Platz thronen wird.

Die Halterung für die rund 16 Tonnen schwere Laterne ist vorbereitet. Sie wird die Krönung des Schlosses am Lustgarten sein. Die Laterne besteht aus acht Engeln, die jeweils 2,30 Meter hoch sind und auf einem Gesims stehen. Über ihnen wird es nur noch die Palmettenkuppel zusammen mit einem Kreuz geben.

 

Mit 70 Metern war das Stadtschloss lange Zeit das höchste weltliche Bauwerk Berlins. Nur Kirchtürme überragten den Hohenzollern-Bau. Als das Rote Rathaus erbaut wurde, überragte dessen Turm das Schloss jedoch deutlich. Kaiser Wilhelm I. antwortete auf diesen bürgerlichen Affront mit dem Befehl, dass der neue Reichstag zwei Meter niedriger sein müsse. Und er dürfe nicht innerhalb der alten Stadtmauern erbaut werden.

Am 8. April 2020 standen dicke, schwarze Rauchschwaden über dem Schloss: zwei Gussaspahltbehälter waren in Brand geraten und ließen eine Gasflasche explodieren. Innerhalb von 20 Minuten konnte aber der Brand gelöscht werden. Außer dem Ruß gab es keine Schäden am Schloss.

 

Es ist noch einmal gut gegangen. Offenbar wird der Bau gut von den zahlreichen steinernen Adlern bewacht. An zahlreichen Stellen in  der Attika ist das Wappentier Preußens zu sehen – mit Flügelspannweiten  zwischen 1,80 und 2,70 Metern. Getreu dem preußischen Motto „NEC SOLI CREDIT“ – „Nicht einmal der Sonne weicht er“. Und Asphalt schon gar nicht.

andre
Überzeugter Berliner mit einem ausgeprägtem Hang zum Schreiben über diese Stadt, meinen Kiez und den Erdenkreis. Es muss ja nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und fantastisch anzuschauen. Einfach die schönste Stadt...

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