Der singende Nobelpreisträger

Er ist eine Legende: Bob Dylan. Sänger, Songwriter und seit 2017 auch Nobelpreisträger für Literatur. Jetzt hat der 77-Jährige mit seiner „Never Ending World Tour“ nach drei Jahren wieder in Berlin Station gemacht.

Rund 7.000 Fans kamen in die Mercedes-Benz-Arena an der Spree. Da Dylan große Hallen eigentlich nicht mag und gern vor kleinerem Publikum spielt, wurden die oberen Ränge mit Tuch abgehängt. Was tut man nicht alles für den einzigen Sänger, der jemals einen Literatur-Nobelpreis bekommen hat.

 

Vor zwei Jahren hatte die Schwedische Akademie die US-Folklegende für seine sprachlich komplexen Lieder mit dem hohen Preis geehrt. Erst drei Monate später nahm der oft schweigsame Sänger die Ehrung entgegen – und sagte damals bei seinen Konzerten in Stockholm nichts dazu. Auch in Berlin blieb sich Dylan treu: er kam, sang und schwieg.

Kurz nach 20 Uhr betrat Dylan im weißen Dinnerjacket die Bühne. Sparsam beleuchtet verstrahlte sie etwas wie Wohnzimmeratmosphäre. Knapp 90 Minuten spielte er dann seine Songs – die heute ganz anders klingen, als sie seine Fans aus den 1960er und 1970er Jahren kennen. Und ihn dafür verehrten. Aber Dylan wollte nie Leitfigur einer ganzen Generation sein.

 

Dylan wollte immer nur singen. Wollte sich nie vereinnahmen lassen. So hat er sich immer wieder neu erfunden und zeigt in Berlin, dass seine Lieder auch ganz anders wunderschön sein können. Und: Er ist überraschend gut bei Stimme. Das liegt nicht an der Technik, sondern an Dylan selbst. Seine Freude an seinen immer neuen Interpretationen ist echt.

Nach knapp zwei Stunden ist das Konzert vorbei – und der Meister verneigt sich kurz vor dem Publikum. Er sagt kein Wort, sondern tritt ab. Manch einer ist wegen der Sprachlosigkeit irritiert. Aber dem Verkauf seiner Fan-Artikel tut das keinen Abbruch.

 

Das Flaggschiff beim Merchandising ist ein 100 Euro teures Tuch mit dem Aufdruck „Blowing in the  Wind“ – eine der beiden Zugaben des Konzerts. Wer den Text des 55 Jahre alten Liedes nicht kennt, der hätte den einst wütenden Anti-Krieg-Song in seiner neuen Version wohl nicht erkannt. Aber egal: man hat die Legende, die heute schon ein Mythos ist, mal selbst live erlebt.

Flughafen Tegel ist jetzt ein Denkmal

Nein, es ist kein Aprilscherz: der Flughafen Berlin Tegel (TXL) ist jetzt offiziell ein Denkmal. Der Landeskonservator Christoph Rauhut hat den letzten funktionierenden innerstädtischen Airport noch vor seinem Betriebsende auf die Denkmalliste gesetzt. Aber keine Angst: eine Auswirkung auf den Flugbetrieb hat es nicht.

Angefangen hat alles mit einem Architektenwettbewerb 1965. Dabei ging es schlicht darum, in der geteilten Stadt nach Tempelhof einen neuen, modernen Airport zu bauen. Ein junges Trio schlug eine Sechseck-Lösung vor. Bei Kapazitätsengpässen hätte der ersten Teil verdoppelt werden können – es hätte nur eines Zentralbereichs für beide Gebäude bedurft. Leider kam es anders.

 

Entworfen wurde der „Flughafen der kurzen Wege“ von Meinhard von Gerkan zusammen mit Volkwin Marg und Klaus Nickels. Das markante Sechseck, wo es von der Straßenzufahrt bis zur Abfertigung gerade mal 15 Meter sind, galt in den 1960er Jahren als kleine Revolution. Heute ist die Fingerlösung an allen größeren Flughäfen der Welt zu finden. Aber zunächst muss in der Regel erst einmal eine Shoppingmall durchquert werden.

Zentraler Punkt des Flughafens ist das Terminal A mit einer Außenlänge von 620 Metern und seinen 14 Fluggastbrücken. Da legt auch gern mal ein moderner Airbus A320 in alter, traditioneller Lufthansa-Bemalung an. Da staunen selbst altgediente Bodenabfertiger. Alle anderen Parkpositionen in TXL müssen per Bus erreicht werden.

 

Unter Denkmalschutz gestellt wurde nicht nur Tegel Süd mit der offiziellen Bezeichnung „Otto Lilienthal“, sondern auch Tegel Nord. Hier befand sich früher der „Französisch-Amerikanische Militärflughafen“. Heute wird dieser Bereich von der Flugbereitschaft der Bundeswehr für zivile Flüge genutzt.

Er gilt als geheimer Flughafen Deutschlands – und ist doch durch ein Wohngebiet der ehemaligen französischen Alliierten erreichbar: der militärische Teil des Flughafens Tegel. Nur dass hier keine Abfangjäger starten, sondern Bundeskanzlerin Angela Merkel startet oder Staatsgäste landen. So schlicht, wie das Gebäude von außen aussieht, ist es auch von innen. Lediglich der kleine VIP-Bereich ist mit ein paar Ledersesseln ausgestattet.

 

Übrigens: Die beste Sicht auf startende oder landende Flugzeuge in Tegel hat man von der obersten Parkplattform des Einkaufszentrum Der Clou. Mit Brötchen und heißem Kaffee im Erdgeschoss.

Brexit-Day

Die spinnen, die Briten. Das wusste schon Obelix. Heute wäre der Tag X gewesen. Also der Tag, an dem Großbritannien die EU verlassen wollte. Aber das Unterhaus in London konnte sich nicht auf einen Deal einigen oder einen Austritt ohne Vertrag – und bekam von der EU einen kleinen Aufschub bis zum 12. April.

Fake or real? Das ist hier die Frage. Seit einigen Wochen prangt an der Chausseestr. 18 in Berlin Mitte die Aufschrift UK Visa & Immigration. Angesichts der Turbulenzen in London ist man geneigt, das Ganze als einen Satire-Gag anzusehen. Wo ist die versteckte Kamera?

 

Reingefallen. Das Zentrum ist echt! Fast unglaublich, aber die Königlich Britische Botschaft hat hier kurz vor dem Brexit eine Außenstelle aufgemacht. Denn noch ist die Insel Teil der Europäischen Union, aber wer nach Großbritannien möchte, braucht vielleicht bald ein Visum.

Übrigens: Für den Fall eines ungeregelten Brexit können EU-Bürger noch bis zum 31. Dezember 2020 mit einem Personalausweis einreisen. Ab 1. Januar 2021 gilt dann jedenfalls eine Reisepass-Pflicht.

Wie würde Obelix sagen?

Zahl der Woche: 23.108

Der Bund der Steuerzahler macht es öffentlich: die öffentliche Verschwendung. Aber er zeigt auch die Verschuldung der öffentlichen Hand an. Und die ist gesunken! Auf 23.108 Euro, wie die Schuldenuhr in Berlin jetzt anzeigt.

Viel ist es nicht, was den Rückgang der Staatsverschuldung trotz sprudelnder Einnahmen angeht. Nicht einmal 200 Euro in einem Jahr.

 

Oder anders ausgedrückt: Es würde noch mehr als 100 Jahre dauern, ehe dieser Schuldenberg bei Bund, Ländern, Kommunen und sozialen Sicherungssystemen abgetragen wäre. Nun ja, ein kleiner Anfang ist gemacht.

Berlin kann auch schnell: das Marshall-Haus

Wer sagt, dass Berlin die Hauptstadt des langsamen Bauens sein muss? Dass alles Ewigkeiten dauert? Dass wir schon fast sieben Jahre „Nichteröffnung“ des BER feiern? Es geht auch anders: Oder besser gesagt ging – in den 1950er Jahren.

Es ist das Marshall-Haus, das sich auf dem Gelände der Messe Berlin befindet. Nach nur gut zwei Monaten Bauzeit stand der zweigeschossige Bau. Es handelte sich dabei um den Ausstellungspavillon der USA zur Deutschen Industrieausstellung im Jahr 1950. Das war die erste große Ausstellung auf dem Messe-Gelände nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

Bauherr des Marshall-Hauses war das Amerikanische Hochkommissariat. Die Planungen begannen am 18. Juni 1950, die Grundsteinlegung erfolgte gut einen Monat später am 26. Juli 1950 und Fertigstellung des Zweigeschossers war am 30. September 1950. Ja, richtig gelesen: Von der Idee bis zur Einweihung vergingen gerade mal dreieinhalb Monate. Seit 1988 steht es unter Denkmalschutz.

Heute gehört das Haus mit der markanten Schnecke auf der linken Seite zu den Perlen der Messe Berlin. Nach umfangreicher Sanierung wurde es 2008 zur Internationalen Funkausstellung IFA wiedereröffnet. Den besten Blick auf das Gebäude hat man vom Messe-Sommergarten aus.

 

Übrigens: Namenspatron des Hauses war der Vater des europäischen Wiederaufbauprogramms, der US-Außenminister George C. Marshall. Das von ihm entworfene European Recovery Programm (ERP) ist heute nur noch als Marshall-Plan bekannt.

Lieber woanders

Ein Roman? Nein, die kleine Erzählung von Marion Brasch ist doch eher eine Novelle. Aber der Verlag, der das kleine Büchlein mit dem schönen Titel „Lieber woanders“ herausgibt, findet die Bezeichnung Roman schlicht besser. Auch wenn es nicht einmal 150 Seiten sind. Eben Marketing.

Am Montag liest Marion Brasch aus ihrem Buch, das die Geschichte von Alex und Toni erzählt. Eine „echte erfundene Geschichte“, wie Brasch im Theater am Pfefferberg versichert. Als Gast hat sie sich die Schauspielerin Jasna Fritzi Bauer eingeladen – umrahmt von der musikalischen Neuentdeckung Jacob Brass.

 

Es ist eine Geschichte, die an eine frühere Erzählungen von Brasch anknüpft: „Wunderlich fährt nach Norden“. Diesmal geht es um 24 Stunden im Leben beider Protagonisten, die nicht wissen, dass sie am Ende zusammentreffen werden. Aber mehr wird hier nicht erzählt, denn selbst lesen lohnt sich.

Nach der knapp zweistündigen Lesung nimmt sich Brasch die Zeit, ihre Bücher noch zu signieren. Es sind Kleinode, die die Besitzer stolz nach Hause tragen.

 

Der Ort der Lesung ist gut gewählt: der Pfefferberg. Dort, wo einst die Druckerei des SED-Zentralorgans stand, liest nun die einstige Schriftsetzerin, die auch mal für den Komponistenverband gearbeitet hat, bevor sie zum Radio kam. Und immer noch befällt sie das Lampenfieber.

Der Laden wurde 1893 von Joseph Pfeffer als „Bierzapfungslokal der neuen Bayrischen Bier-Bauerei Schönhauser Allee 176“ eröffnet. Aber nicht einmal 30 Jahre wurde hier Bier gebraut. Ab 1921 wird das Schankhallengebäude immer wieder neu zweckentfremdet, bis 2013 hier die Kultur Einzug hält.

Zeitlos schön – die Weltzeituhr

Seit 1969 steht sie auf dem Alexanderplatz. Und zeigt uns die Zeit. Egal ob in Berlin, in New York, Rio, Tokio, in Moskau oder Paris. Jetzt hat der rbb den Erfinder des technischen Wunderwerkes wiederentdeckt und Erich John ein kleines filmisches Porträt gewidmet. Zu recht!

Die Idee für das außergewöhnliche Design hat John aus seiner nordböhmischen Heimat mitgebracht. In dem kleinen Dorf Kartitz, so erzählt er, war die Linde der Treffpunkt der Älteren und Lieblingsspielplatz der Kinder. Dieses Gefühl wollte John, mittlerweile Dozent für Formgestaltung an der Hochschule für bildende Kunst in Berlin Weißensee, auch auf den neuen Alexanderplatz holen.

 

1968 wird ein städtebaulicher Wettbewerb zum 20. Jahrestag der DDR ausgerufen. Und John wird von Womacka aufgefordert, sich doch daran ruhig zu beteiligen. Einzige Bedingung: die Uhr muss bis zum 7. Oktober 1969 stehen. Dass alles schließlich gelingt, grenzt in der Planwirtschaft an ein kleines Wunder. Und auch, dass Johns Idee mit der Weltzeit akzeptiert wurde.

Übrigens gehen solche Uhren auf sogenannte Urania-Säulen zurück. Eine davon stand auf dem Alex. Sie wurde 1892 zusammen mit 17 weiteren Säulen und auf anderen Plätzen und Straßen Berlins errichtet. Die quadratischen, mit gusseisernen Verzierungen versehenen Bauwerke aus Stein waren etwa viereinhalb Meter hoch und trugen an der Spitze bis zu vier große Uhren.

Zitat

Wird der Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union wirksam, ohne dass bis zu diesem Zeitpunkt ein Austrittsabkommen im Sinne von Artikel 50 Absatz 2 Satz 2 des Vertrages über die Europäische Union in Kraft getreten ist, so kann die Bundesanstalt zum Schutz der Versicherungsnehmer und der Begünstigten von Versicherungsleistungen anordnen, dass die §§ 61 bis 66 und 169 für einen Übergangszeitraum für die Zwecke der Abwicklung der bis zum Austritt abgeschlossenen Versicherungsverträge auf Versicherungsunternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland, die zum Zeitpunkt des Austritts des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union nach § 61 Absatz 1 Satz 1 und § 169 Absatz 1 Satz 1 über eine Niederlassung oder im Wege des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs im Inland tätig waren, entsprechend anzuwenden sind.

(Aus der Bundestagsdrucksache 19/7337 – Entwurf eines Gesetzes über steuerliche und weitere Begleitregelungen zum Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union – oder kurz: Brexit-Steuerbegleitgesetz = Brexit-StBG)

Eine Spende für die Ewigkeit

In Berlins Mitte entsteht ein Schloss. Es ist wohl der erste derartige Neubau in der Geschichte, der von einem frei gewählten Parlament beschlossen wurde. Und der durch Millionenspenden der Bürger mitgetragen wird. Schon bald wird das Hohenzollern-Schloss wieder im alten Glanz erstrahlen und das Ende des Boulevards Unter den Linden markieren.

Am Anfang stand ein Traum: Der Hamburger Kaufmann Wilhelm von Boddien wollte Berlin seine Mitte wiedergeben. Also das Schloss, auf das sich alle Karten als Mittelpunkt der Stadt beziehen. 1992 starte er dafür mit einer Schlossatrappe. Aber erst 2002 beschloss der Bundestag den Wiederaufbau.

 

Mittlerweile steht der Rohbau und die Schlossfassade ist hin zum Lustgarten fertig gestellt. Frei von Baugerüsten kommt gerade in den Abendstunden die ganze Schönheit des von Schlüter entworfenen Gebäudes zur Geltung. Und das beste daran: jeder kann sich am Wiederaufbau beteiligen und sozusagen für die Ewigkeit spenden. Denn im Bundestagsbeschluss war die Fassade finanziell nicht mit drin.

Jeder Spender darf sich „sein“ Teil der Fassade aussuchen. Und was bietet sich für einen Berliner mehr an als ein Teil jenes Balkons, auf dem Karl Liebknecht 1919 die Republik ausrief. Wir nehmen zu unsrem 19. die allegorischen Figuren über dem Balkon, genauer gesagt den Engel mit Posaune gleich neben dem Preussen-Adler.

 

Mittlerweile hat der Förderverein um Boddien schon 93 Millionen Euro an Spendengeldern eingesammelt. Ein riesiger Erfolg, sollten es doch ursprünglich „nur“ 80 Millionen Euro werden. Aber wegen der geschichtsgetreuen Rekonstruktion sind die Kosten für die Fassade inzwischen auf 105 Millionen Euro gestiegen.

In natura sieht alles noch viel schöner aus. Denn unterdessen leuchtet die Fassade des Schlosses und man sieht, was man gespendet hat. Und kann es allen Besuchern vom Lustgarten aus zeigen. Wie es später auch die Enkel stolz tun können – eben eine „Spende für die Ewigkeit“.

 

Übrigens stand der schöne Neptunbrunnen, der heute am Fernsehturm seinen Platz hat, ursprünglich mal vorm Schloss. Vielleicht kehrt er ja an seinen angestammten Platz zurück. Aber erst wenn die Königlichen Gartenterrassen mit ihrem reichen Skulpturenschmuck wieder hergestellt sind, wird die Rekonstruktion des Schlosses wohl wirklich abgeschlossen sein. Gern geben wir dafür noch einmal eine Spende.

I can‘t bär anymore

Dieter Kosslick ist eine Institution. Eine, die nach 18 Jahren schliesst. Am Sonntag trat der Mann mit dem großen, schwarzen Hut und dem roten Schal zum letzten Mal als Direktor der Berlinale auf. Das Internationale Filmfest, das Kosslick geprägt hat wie kaum einer anderer seiner Vorgänger, beendet eine Ära.

Es war ein Spagat, den Kosslick meistern musste. Das Filmfestival, das – in den Februar verlegt – immer weniger Hollywood-Stars anzog, musste sich neu erfinden. Und? Nach knapp zwei Jahrzehnten kann man mir Recht sagen: Ein Festival für Groß und Klein.

 

Kunst ist streitbar. Das musste Kosslick selbst erleben, als 2017 eine Gruppe von 79 Regisseuren gegen den Berlinale-Chef rebellierte. Ihnen war der Chef des Berliner Filmfestivals suspekt. Denn Kosslick war ein Original, er war kauzig, grantig und zugleich herzlich. Für jeden Besucher spürbar, erlebbar. Und er schuf Reihen wie „Berlinale goes Kiez“ oder „Kulinarisches Kino“, die das Filmfest zum größten Publikumsfestival der Welt machten. 300.000 Besucher – ein Rekord!

Eine Sparte ist die Retrospektive, in der in diesem Jahr ein früher verbotener DEFA-Film lief. „Die Taube auf dem Dach“ aus dem Jahr 1973 wurde von der damaligen Studioleitung als „Kunstirrtum“ bezeichnet und alle Farbkopien vernichtet. Erst 1990 tauchte eine alte Schwarz/Weiß-Fassung des Filmdebuts der Regisseurin Iris Gusner auf. Sie wurde jetzt im Deutschen Historischen Museum gezeigt.

 

Etwas Wehmut kommt auf, dass Kosslick geht. So manch ein treuer Fan kam an den Roten Teppich mit dem Schild: „Danke, Dieter“. Abseits davon geht die Schlacht los, was das Filmfest unter dem neuen Duo Carlo Chatrian und Marlette Rissenbeck ab 2020 alles anders oder besser machen kann. Sie wollen vor allem auf engagierte Kinder- und Jugendfilme setzen.

Jetzt ist erst einmal die 69. Berlinale Geschichte. Kopf ab – diese Plakate hatten etwas symbolisches. Ein Kopf geht. Einer, der wieder Lust auf Kino gemacht hat. In Zeiten schwindender Besucherzahlen. Ende Februar 2020 wird es Zeit zur Neubewertung.

 

Übrigens: Kosslick bekam zum Abschied noch die Patenschaft über eine Brillenbär-Dame angetragen. Als Dank für seine Verdienste um die Filmkunst und sein Standvermögen, sich gegen alle Nörgler der Berlinale durchzusetzen. Sein Kommentar dazu: „I can‘t Bär anymore.“ Daher auch von uns: Danke, Dieter!