Zeitlos schön – die Weltzeituhr

Seit 1969 steht sie auf dem Alexanderplatz. Und zeigt uns die Zeit. Egal ob in Berlin, in New York, Rio, Tokio, in Moskau oder Paris. Jetzt hat der rbb den Erfinder des technischen Wunderwerkes wiederentdeckt und Erich John ein kleines filmisches Porträt gewidmet. Zu recht!

Die Idee für das außergewöhnliche Design hat John aus seiner nordböhmischen Heimat mitgebracht. In dem kleinen Dorf Kartitz, so erzählt er, war die Linde der Treffpunkt der Älteren und Lieblingsspielplatz der Kinder. Dieses Gefühl wollte John, mittlerweile Dozent für Formgestaltung an der Hochschule für bildende Kunst in Berlin Weißensee, auch auf den neuen Alexanderplatz holen.

 

1968 wird ein städtebaulicher Wettbewerb zum 20. Jahrestag der DDR ausgerufen. Und John wird von Womacka aufgefordert, sich doch daran ruhig zu beteiligen. Einzige Bedingung: die Uhr muss bis zum 7. Oktober 1969 stehen. Dass alles schließlich gelingt, grenzt in der Planwirtschaft an ein kleines Wunder. Und auch, dass Johns Idee mit der Weltzeit akzeptiert wurde.

Übrigens gehen solche Uhren auf sogenannte Urania-Säulen zurück. Eine davon stand auf dem Alex. Sie wurde 1892 zusammen mit 17 weiteren Säulen und auf anderen Plätzen und Straßen Berlins errichtet. Die quadratischen, mit gusseisernen Verzierungen versehenen Bauwerke aus Stein waren etwa viereinhalb Meter hoch und trugen an der Spitze bis zu vier große Uhren.

andre
Gebürtiger und überzeugter Berliner - als Journalist mit einem ausgeprägtem Hang zum Schreiben über diese Stadt, meinen Kiez und den Erdenkreis. Denn es muss ja nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und unheimlich bunt anzuschauen. Kurzum: für mich ist es einfach die schönste Stadt...

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