Zion auf dem Berge

Sie wird wegen ihrer Schönheit auch „Dom des Nordens“ genannt – die Zionskirche in Berlin Mitte. Die Grundsteinlegung erfolgte 1866 und am 2. März 1873 wurde der Bau in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm I. und Reichskanzler Bismarck eingeweiht.

Heute ist der Bau im Stil des Berliner Historismus von außen noch immer beeindruckend. Innen sind die zahlreichen Bauschäden der Vergangenheit unübersehbar. Die Kanzel konnte nur mit Hilfe von Spendengeldern saniert werden.

Unweit der ehemaligen Berliner Mauer steht die Kirche auf dem höchsten Punkt des damaligen Berlins auf einem alten Weinberg. Der Kirchturm ist 67 Meter hoch und bis heute ein guter Orientierungspunkt. Entworfen wurde die Kirche von Baumeister August Orth. Sie bot Platz für mehr als 1.400 Menschen.

Übrigens: Einer der wichtigsten Pfarrer dieser evangelischen Kirche war zweifellos Dietrich Bonhoeffer. Frisch ordiniert praktizierte er hier Anfang der 1930er Jahre die „Kirche für andere“. Zu DDR-Zeiten prägte die Umweltbibliothek den Ruf des Gotteshauses.

andre
Gebürtiger und überzeugter Berliner - als Journalist mit einem ausgeprägtem Hang zum Schreiben über diese Stadt, meinen Kiez und den Erdenkreis. Denn es muss ja nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und unheimlich bunt anzuschauen. Kurzum: für mich ist es einfach die schönste Stadt...

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