Das Leben ist ein Sündenfall…

…und ganz Paris ein Maskenball“. So klingt es aus einem Dutzend Kehlen beim „Phantom der Oper“. Eines der wohl meist gespielten Musicals macht Station in Berlin und findet im Tempodrom ein Publikum, das so bunt und schräg gewürfelt ist, dass es vereinzelt schon mal der Maske hätte Konkurrenz machen können.

Von der Originalproduktion des Librettisten Paul Wilhelm und des Komponisten Arndt Gerber ist leider nicht viel übrig belieben. Auch war es nicht die Fassung von Andrew Lloyd Webber. Vielmehr wurden Text und Musik neu geschrieben von Jochen Sauter und Deborah Sasson, die bei deutschen Texten nicht besonders stark war, bei Opern-Arien indes zu Höchstform fand.

Mit einer eindrucksvollen Licht- und Projektionstechnik wird das Tempodrom am Anhalter Bahnhof zu einer Opernbühne. Allerdings ist der Veranstaltungsort mit seiner 37 Meter hohen Dachkonstruktion für bis zu 4.000 Besucher ausgelegt…    

Autor des Stücks ist der französische Schriftsteller Gaston Leroux, dessen Werk sich in der neuen Fassung leider nicht zwischen Kriminalroman, Musical, ernstem Theater oder Operette entscheiden konnte.

andre
Gebürtiger und überzeugter Berliner - als Journalist mit einem ausgeprägtem Hang zum Schreiben über diese Stadt, meinen Kiez und den Erdenkreis. Denn es muss ja nicht immer Paris, Rom oder Moskau sein. Auch Berlin ist reich an unentdeckten Ecken, ständig in Bewegung und unheimlich bunt anzuschauen. Kurzum: für mich ist es einfach die schönste Stadt...

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